Der Tag, auf den viele Fibromyalgie-Patienten gewartet haben, ist endlich gekommen. Fibromyalgie ist eine reale Erkrankung und wird nun von den Centers for Medicare and Medicaid Services und dem National Center for Health Statistics als solche anerkannt.
Seit dem 1. Oktober 2015 verfügt Fibromyalgie über einen eigenen Diagnosecode, der in der Liste der offiziellen Diagnosecodes des US-amerikanischen Gesundheitswesens, einschließlich Ärzten, Versicherungen und Regierungsbehörden, enthalten ist. Die ICD-10-CM (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision, Klinische Modifikation) ist die aktuellste Version dieser Codes und umfasst nun auch Fibromyalgie. Zuvor mussten Ärzte den allgemeinen Code „Myalgie und Myositis, nicht näher bezeichnet“ verwenden.
Die offizielle Anerkennung der Fibromyalgie ist ein Grund zum Feiern für Betroffene, die lange Zeit auf Unglauben und Skepsis gegenüber der Existenz der Krankheit seitens Familie, Freunden und sogar Medizinern gestoßen sind. Dies ist nun die dritte US-Behörde, die Fibromyalgie offiziell anerkennt. 2007 genehmigte die FDA Lyrica zur Behandlung von Fibromyalgie. Und 2012 erließ die Sozialversicherungsbehörde eine Richtlinie, die ihren Gutachtern und Richtern bei der Beurteilung von Fibromyalgie im Rahmen von Anträgen auf Erwerbsminderungsrente als Leitfaden dient.
Weitere erwartete Vorteile der Aufnahme von Fibromyalgie in die neuen ICD-Codes:
Versicherungen können künftig die Kostenübernahme für medizinische Behandlungen im Zusammenhang mit Fibromyalgie nicht mehr mit der Begründung verweigern, es handele sich nicht um eine anerkannte Erkrankung. Ein eigener Diagnosecode schließt diese Lücke.
Die Chancen auf Bewilligung von Sozialversicherungsleistungen bei Erwerbsunfähigkeit steigen möglicherweise für diejenigen, die Fibromyalgie als Ursache ihrer Behinderung angeben, da das bisherige Fehlen eines spezifischen Diagnosecodes nicht mehr als Ablehnungsgrund herangezogen werden kann. Dies gilt für US-Einwohner, die noch keine Sozialversicherungsleistungen bei Erwerbsunfähigkeit beziehen und in den letzten zehn Jahren mindestens fünf Jahre gearbeitet haben.
Verbesserungen in der Qualität von Fibromyalgie-Studien sind auf die gezieltere Auswahl von Probanden mit Fibromyalgie zurückzuführen.
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